In der Grundstufe lernt man zunächst das Fahrzeug kennen. Die wichtigsten Bedienungseinrichtungen werden erklärt. Man beginnt das Fahrzeug zu bewegen, Gas zu geben, zu schalten und zu bremsen. Aufbaustufe
Das Fahrzeug wird im einfachen Verkehr bewegt. Der Fahrschüler übt zu blinken, sich richtig einzuordnen und abzubiegen.
In der Aufbaustufe trainiert man auch die Grundfahraufgaben, die Bestandteil der Prüfung sind.
Leistungsstufe
Die Verkehrssituationen werden schwieriger. Man muss Vorfahrtregeln und Verkehrszeichen beachten und die anderen Verkehrsteilnehmer beobachten. Auch die Fahrzeugeinrichtungen muss man sicher und selbständig bedienen können.
Sonderfahrten
Nachdem das Fahrzeug sicher in schwierigeren Situationen geführt werden kann, müssen die Sonderfahrten (Autobahn-, Überland-, und Nachtfahrten) absolviert werden. Für die Führerscheinklassen L und M sind keine Sonderfahrten vorgeschrieben.
Jeder Fahrschüler muss die Mindestanzahl der Sonderfahrten absolvieren, unabhängig von seinem Können. Die Sonderfahrten sind in Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten eingeteilt.
Die Anzahl der Sonderfahrten ist auch davon abhängig, ob schon eine Fahrerlaubnis vorhanden ist.
Was ist bei den Sonderfahrten anders als in den normalen Fahrstunden?
Bei den Sonderfahrten soll das Fahren in besonderen Situationen und unter schwierigen Bedingungen geübt werden. Schwerpunkte der Autobahnfahrten
-Fahren mit hoher Geschwindigkeit
-Einschätzen des Abstandes bei hoher Geschwindigkeit -Verkehrsbeobachtung, vorausschauendes Fahren,
-Einfahren und Ausfahren, auch auf Parkplätze und Raststätten,
-Überholen, Befahren eines Autobahnkreuzes, Gefahren bei hoher Fahrgeschwindigkeit Schwerpunkte der Überlandfahrten:
-Fahren mit höherer Geschwindigkeit
-Abbiegen von Schnellstraßen in Seitenstraßen oder Nebenstraßen
-Fahren in Kurven mit höherer Geschwindigkeit
Überholen
-Vorausschauendes Fahren / Gefahren erkennen
-Überholvorgänge übenSchwerpunkte der Nachtfahrten:
-Bedienung, Anwendung und Kontrolle der Beleuchtungseinrichtungen
-Verhalten bei Blendung durch Gegenverkehr
-Benutzung des Fernlichts
-Anpassen der Geschwindigkeit
-Erkennen von Gefahren
-Besonderheiten des Fahrens bei Dunkelheit
-Fahren außerorts und auf Autobahnen Fahren unter sich verändernden Lichtverhältnissen.
A, A1, B........................5........................4.............................3
B auf BE........................3........................1.............................1
B auf C..........................5........................2.............................3
A1 auf A........................3........................2.............................1
Reifestufe
In dieser Ausbildungsstufe geht es darum, selbständig und sicher zu fahren. Dabei müssen auch schwierige Aufgaben im dichten Verkehr selbständig gemeistert werden. Zudem muss man nach Wegweisern fahren können, Gefahren rechtzeitig erkennen und vorausschauend fahren. Auch energiesparende Fahrweise und defensives Fahren sollen geübt werden. Wichtig ist dabei, sich sicher und zügig im Verkehr zu bewegen.
Prüfungsstufe
Nun hat man es fast geschafft. Schwierigste Situationen können selbständig, ohne Hilfestellung des Fahrlehrers, bewältigt werden. Der Fahrlehrer gibt nur noch die Strecke an und ordnet Grundfahraufgaben an. Man spielt sozusagen die Prüfungssituation durch. Der Fahrlehrer achtet auch darauf, dass der Fahrschüler in Stresssituationen „cool" bleibt.
Hat man auch diese Stufe erfolgreich durchlaufen, kann man beruhigt zur Prüfung gehen.
Grundfahraufgaben
Durch die Grundfahraufgaben lernt der Fahrschüler die wichtigsten Grundregeln und sein Fahrzeug zu beherrschen. Die Grundfahraufgaben sind in den einzelnen Führerscheinklassen unterschiedlich und somit an die besonderen Gegebenheiten des jeweiligen Fahrzeuges angepasst. Man muss alle Grundfahraufgaben der entsprechenden Führerscheinklasse beherrschen. Grundfahraufgaben im Einzelnen:
Klassen M, A1, A
Fahren mit Schrittgeschwindigkeit
Slalom fahren
Stop and Go (Anfahren und Anhalten)
Kreisfahrt
Anfahren in der Steigung
Gefahrenbremsung
Ausweichen nach Abbremsen
Klassen B, C1
Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung)
Einfahren in eine Parklücke ((Quer- oder Schrägaufstellung)
Umkehren
Rückwärts um eine Ecke nach rechts
Anfahren in der Steigung
Vollbremsung
Klassen C, D1, D
Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung)
Einfahren in eine Parklücke ((Quer- oder Schrägaufstellung)
Rückwärts um eine Ecke nach rechts
Anfahren in der Steigung
Klassen BE, C1E, D1E, DE
Rückwärts um eine Ecke nach links
Klassen CE, T
Gliederzüge
Rückwärtsfahren geradeaus
Umkehren durch Rückwärtsfahren nach links Sattelzüge
Rückwärts versetzen nach rechts
Rückwärts um eine Ecke nach links
Automatik
Eingeschränkte Fahrerlaubnis für Fahrzeuge mit Automatik-Getriebe
Wenn der Führerschein auf einem Fahrzeug mit Automatik erworben wurde, gilt diese Einschränkung auch später. Das gilt nicht für Klasse M.